Peking-News 2

So langsam werden wir Chinesen. Peking ist immer noch sehr groß, doch wir kennen uns fast aus. Zumindest denken wir das. Dabei ähnelt sich nur vieles und wenn wir denken, an  einem Ort schon mal gewesen zu sein, ist doch irgend etwas anders. Unser Großer Mauer Besuch hat sich auf Montag verschoben, dafür sind wir dann zum Handballspiel Deutschland gegen Ägypten. Live-Atmosphäre bei Olympia ist immer etwas besonderes. Die Deutschen haben sich schwer getan aber doch noch gewonnen. Wir hatten viel Spass, da unser guter Bekannter Heiner Brand der Trainer unserer Nationalmannschaft ist. handball.JPG Auf dem Rückweg haben wir dann das “Vogelnest” gesehen, nest.JPG dieses wirklich sehr gelungene Stadion. Überall ist es als Motiv wiederzuerkennen. Am kommenden Mittwoch werden wir abends dort zu den Leichtathletikwettkämpfen gehen. Das absolute Highlight dieser Spiele für uns. Mann kommt dem Stadion sonst nur ca. 500 Meter nahe. Nach Einbruch der Dunkelheit sind auf dem Olympic-Green die Sportstätten besonders illuminiert, auch das Schwimmstadion ist faszinierend im Wechselspiel des Lichts. 
Das die Chinesen vor nichts zurückschrecken, haben wir schon oft erlebt. Das man aber den berühmten Bronzestatuen rote Halstücher anlegt, halstuch.JPG ist dann doch etwas geschmacklos, auch wenn es wahrscheinlich nur Kopien sind. 
tempel.JPG Es soll Glück bringen, im berühmten Lama-Tempel Geldstücke in eine Statue zu werfen. Wir haben sogar getroffen. Am meisten freuen sich darüber aber die Mönche, vermute ich. Trotzdem ungeheuer beeindruckend, wenn man nach dem Besuch mehrerer Tempel-Vorhallen die letzte Tempelhalle betritt und vor einer 18 Meter großen Buddhafigur steht. 
Taxi fahren ist unsere Lieblingsbeschäftigung, weil es sehr viele gibt und man über den Fahrpreis nicht reden muss. Außerdem kommt man doch meisten sehr zügig von A nach B. Für Roland ist es allerdings nicht immer leicht, bei seiner Größe. taxi.JPG Danach auf einem der vielen Seen im Stadtgebiet konnte er seine Beine wieder ausstrecken, denn ich habe das Kommando der MS”Restofbest” übernommen. Geht auch ohne Kapitänspatent. kapitan.JPG. Im Anschluss haben wir noch eine Autowaschanlage gesehen. Zumindest stehen dort mehrere Autos und an jedem sind ca. 6-7 Personen beschäftigt. waschanlage.JPG Das hat man übrigens oft in China, aber so viele Menschen wollen erst einmal beschäftigt sein.
Kerstin und Arite sind inzwischen wieder umgezogen, inzwischen das dritte Hotel, in dem es nur ein chinesisches Frühstücksbuffet gibt. Auf gut deutsch: Irgendetwas undefinierbares und sonst nichts, nicht mal Toast oder so was ähnliches. Da haben wir Männer es doch etwas besser in unserem Appartment. Wir hatten nur vergessen, uns innerhalb von 24 Stunden bei einer örtlichen Polizeistation anzumelden und lebten so quasi illegal über eine Woche in China. Normalerweise wird da ein Bussgeld von 50 Dollar pro Person und Tag erhoben. Doch seit gestern abend sind wir legal und glücklicherweise ohne Bußgeld im “Reich der Mitte”   Bis später…

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