Peking News 3

 britta.JPGGestern fand im Champions Club Bejing 2008 die offizielle Goldmedaillenparty von Britta Steffen statt. Viele Freunde, Fans und Medien feierten ihren großen Erfolg. Wir haben Ihr mit einem Ständchen und einer CD gratuliert und dann bis morgens um 4 Uhr gefeiert.
Das war ein langer Tag, weil wir sehr früh zur Großen Mauer gefahren sind. mauer1.jpgAbsolut beeindruckend aber auch anstrengend, da es sehr heiß und die Stufen unregelmäßig und steil waren. Dieser Teil der Mauer soll aber noch leicht zu begehen sein, sagt man. Das Mittagessen gab es dann im “Landgraf”, einem deutschen Restaurant direkt an der Mauer. mauer-2.JPG

Zwischendurch waren wir beim Beachvolleyball der Damen und morgen geht es ins “Vogelnest” zur Leichtathletik.
Heute abend werden wir in einem sehr guten Restaurant
“Peking-Ente” essen. Kani hatte den Namen irgendwie durcheinander gebracht, deswegen sagen wir jetzt alle frei nach ihm “China-Gans”. Hier geht aber nichts ohne Vorbestellung. Da die Essenszeit der Chinesen allerdings etwas früher ist, als bei uns in Deutschland, gab es etwas später noch einen freien Tisch.

Arite und Kerstin, unsere kaiserlichen Konkubinen, siehe Foto, hatten nach dem Besuch der verbotenen Stadt hoheit.jpgein schönes Erlebnis. Bei der Fahrt mit einer Moped-Rikscha (Sardinendose) ging dieser zwischenzeitlich das Benzin aus und sie mussten an der Tankstelle einen Zwischenstopp einlegen. Am Ziel angekommen, verlangte die Fahrerin rund 20 Dollar für eine Strecke, die im Taxi etwa 2 Euro kostet. Soviel haben sie der sehr erstaunten Fahrerin in die Hand gedrückt und sich aus dem Staub gemacht. 

Es passiert hier oft, dass erst ein horrender Preis gefordert wird, man aber nach wirklich zähem Feilschen einen schon fast beschämend geringen Preis aushandelt. Beispiel: Kani hat sich Schuhe gekauft. Zuerst wollten sie 250 Euro. Am Ende haben sie nur noch 22 gekostet. Wir sind da mittlerweile gute Feilscher, da wir einen extra Berater vor Ort haben. mannfred.JPGManfred. (Foto mit Kani) Er kommt auch mal schnell aus dem Büro, wenn es irgendwo Probleme mit Chinesischen Händlern gibt und schafft es, die gewieften Verkäufer mit Charme und ausländischer Kleverniss zu einem vernünftigen Preis zu bewegen. Allerdings haben wir schon Touristen gesehen, welche die hohen Preise an die Chinesen zahlen. Olympia ist das Geschäft Ihres Lebens.

silk.JPGÜbrigens lassen wir uns gerade neue Anzüge schneidern, da dies hier bei den günstigen Preisen und bester Stoffqualität ein absolutes Muss ist. Eine Vorführung gibt es dann zum Weinfest in Weimar Ende August. Kerstin trägt dann einen Mantel aus chinesischer Seide, sehr elegant.

Zwischendurch sieht man auch mal eine Zoohandlung mit den verschiedensten Tieren. show.JPGHier kann man sich dann sein Abendessen aussuchen…. Nein ist natürlich Quatsch. Hund ist während der Olympischen Spiele mit Rücksicht auf die Touristen und Teilnehmer in den Restaurants nicht in den Karten zu finden.koch.JPGaltpaper.JPG 

Wir haben uns schon oft gewundert, warum so “wenig” Fahrräder auf den tassen Pekings zu sehen sind. Es sind natürlich immer noch viele, und es gibt sogar extra Straßen dafür. Doch die Pekinger Stadträte haben ca. 1 Million Wanderarbeiter während der olympischen Spiele aus dem Stadtbild verbannt. Es soll sonst viel extremer sein.

Sonntags in einem der zahlreichen Pekinger Parks kann man alle paar Meter eine andere Gruppe von Menschen sehen, welche entweder Karten spielen, Theater aufführen oder lautstark im Chor singen. Es wird getanzt dancing.JPGund mit Karaoke-Maschinen karaoke.JPGübertrumpft man sich gegenseitig. Wer hier wie in Deutschland Ruhe sucht, findet diese ganz bestimmt nicht.
Ganz anders, wenn man sich ein paar Meter weiter in die typische Altstadt Pekings begibt. Die sogenannten Hutongs.hutong.JPG Es ist erstaunlich, wie wenig Stadtlärm hereindringt. Ich war richtig erschrocken, von so viel Stille (kleine Geschichte, welche uns erzählt wurde: Ein deutscher Unternehmer hatte einen Pekinger Geschäftsmann in Deutschland auf einen Trip in die Alpen eingeladen. Als er bemerkte, dass dieser sich nicht wohlfühlte, erfuhr er nach langem Zögern, dass ihm diese Stille und Einsamkeit Angst mache) Ich kann ihn jetzt verstehen, denn Peking ist ause in den Hutongs laut und schrill. Beim Einschlafen rauscht es in den Ohren.
Schade ist allerdings, dass beim Bau der Olympischen Sportstätten tausende dieser kleinen Häuser weggerissen wurden, in welchen Generationen ihr zu Hause hatten. Eine Entschädigung gab es natürlich nicht und in die Wohnungen, welche für die enteigneten Einwohner weit außerhalb von Pekings Stadtzentrum gebaut wurden, können diese gar nicht einziehen. Die Mieten sind einfach unbezahlbar.

popo.JPG Sieht man in Peking Mütter mit ihren kleinen Kindern, fällt einem auf, dass diese oft kaputte Hosen tragen. Allerdings nicht aus Nachlässigkeit, sondern der Einfachheit halber. Wozu Windeln kaufen, wenn es doch so viel besser geht. Ja,ja unsere Kinder. Wir haben auch schon schreckliches Heimweh und denken oft an alle zu Hause gebliebenen. Vor allem an Toni, Benjamin, Vincent, Anton und Fabian, Bolle-Bolle und Schuschke-Buschke und die kleine Biep. Ganz liebe Grüße an Euch. Bis später….

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