Mao ist überall. Sogar am Eingang zur verbotenen Stadt hängt sein Bild. Vielleicht hat er geglaubt, er
wäre der rechtmäßige Nachfolger des Kaisers. Roland ist es jedenfalls nicht, auch wenn er seit heute neue Kleider besitzt. Nach dem Maßnehmen hat er wegen der großen Hitze etwas abgenommen, so das die Hosen schon wieder geändert werden müssen.
Mittlerweile haben wir es auch geschafft, die “Peking-Ente” zu geniessen. Kein Vergleich zu der in unseren Gefilden. Es war wirklich ein Erlebnis. Wir hatten viel Spass, denn mit Stäbchen ist das nicht leicht, die kleinen Päckchen zu wickeln. Da geht Nudelsuppe mit Stäbchen schon besser, ist keine Lüge.
Ein besonderes Elebnis hatten wir gestern abend im National Stadium, Arite konnte beim Kugelstossen mitmachen. Die
Kugel war ein Geschenk des Wellness- und Massage-(Luxus)-salons. Eine halbe Stunde Fußmassage u.s.w. . Weltrekord wurde es nicht, dafür haben wir aufgrund unserer guten Plätze einen Bekannten aus Erfurt wiedergesehen, welcher das Privileg beistzt, im Stadion sein zu dürfen. Sascha Fromm, der bekannte Fotograf hat nicht schlecht gestaunt, plötzlich ein paar Gesichter aus der Heimat zu sehen.
Das Stadion, im Volksmund Vogelnest genannt, ist eine gigantische Stahlkonstruktion. Ca. 36 Kilometer lang sollen die verbauten Stahlträger sein. Am Abend hat der Besuch des Stadions und des Vorplatzes einen besonderen Reiz, da alles wunderschön illuminiert ist. Ein Foto mit dem olympischen Feuer ist dann natürlich Pflicht. Danach sind wir noch in den Championsclub. Zwei Geburtstagskinder gab es und ein kleines Ständchen von uns.
In Peking gibt es den Seidenmarkt, den wohl jeder Besucher gesehen haben muß. Selbst Kamerateams
wissen, dass die Athleten gerne hierherkommen und versuchen nebenbei einige Interviews zu machen. Wir hatten auch Glück. Unser Turner Fabian Hambüchen war völlig allein und relativ privat dort. Natürlich war er sofort bereit, ein Foto mit uns zu machen.
Im Championsclub gibt es eine Spezialität. Nudelsuppe. Mr.”Noodle-Man” ist so fingerfertig und schafft es innerhalb von Sekunden und wenig Aufwand aus einem Teigklumpen sehr dünne Nudeln zu ziehen. Wenn ich ein Nudelrestaurant in Weimar hätte, würde ich ihn sofort abwerben. Eine andere Spezialität, zumindest für einige Chinesen, sind die anscheinend sehr leckeren Spieße, an denen man schon mal Seidenraupen,
irgendwelche Käfer und sogar Seepferdchen sehen kann. Naja, Geschmacksache. Nichts für mich. Bis später…